Heimatverein Luthe e. V.
Heimatverein Luthe e. V.
An dieser Stelle sollen einige markante Eckpunkte der geschichtlichen Entwicklung von Luthe aufgezeigt werden.
1. Frühgeschichte
Luthe ist ein sehr altes Dorf. Funde mehrerer Urnen und Tonscherben lassen darauf schliessen, dass schon 3000 bis 1800 v. Chr. Menschen hier zumindest sporadisch sesshaft waren. Es ist auf jeden Fall ziemlich sicher, dass das Dorf um 200 n. Chr. schon bestanden hat. Das Gewässer des Luther Sees hat den Siedlern die Möglichkeit zum Tränken des Viehs, zum Fischen, zur Aufzucht von Gänsen und Enten, zum Waschen, Baden usw. gegeben. Ausserdem waren in der Nähe Wohnplätze vorhanden, welche einen guten Hochwasserschutz boten.
Der Name Luthe gründet sich wahrscheinlich auf die Worte lut (klares Wasser) und ithi (Platz, Ort). Luthe könnte also der "Platz am klaren Wasser" sein.
Die erste offizielle Erwähnung erfolgte aber erst wesentlich später - nämlich in einer Urkunde des Stifts Wunstorf im Jahre 1228. Dieses hängt mit dem Machtstreben der Grafen von Roden-Wunstorf zusammen und spiegelt sich letztendlich auch im Luther Wappen wieder. Der steigende Löwe im Felde je zweier blauer und roter Querbalken deutet auf die Grafen von Roden hin. Die blühende Seerose ist ein Hinweis auf den Luther See. Aus der Grafschaft Wunstorf entstand nach 1447 im Laufe der Zeit das Amt Blumenau. Luthe gehörte bis 1859 zum Amt Blumenau.
2. Not- und Krisenzeiten
Auch Luthe wurde in den vergangenen Jahrhunderten von Krieg, Not und Feuersbrünsten heimgesucht. Der 30-jährige Krieg brachte die Bauern an den Rand des Verderbens und im 7-jährigen Krieg (1756-1763) besetzten die Franzosen eine Zeit lang das Dorf und liessen das Eigentum der Einwohner mitgehen. Die "Franzosenzeit" von 1803-1813 lastete schwer auf dem Ort.
In der Zeit des 1.-und 2. Weltkrieges hat Luthe die gleichen Schreckensszenarien erlebt, wie viele andere Dörfer und Städte auch. Im Herbst 1945 wurde in der Luther Masch ein Entlassungslager für deutsche Kriegsgefangene eingerichtet. Im Jahr 1959/60 wurde das Denkmal an der ev. Kirche für die Gefallenen des 1. Weltkrieges mit Gedenktafeln für die Gefallenen des 2. Weltkrieges erweitert.
3. Brandkatastrophen
Drei bekannte Grossbrände sind näher beschrieben.Im August 1783 brannten 22 Wohnhäuser und ausserdem zahlreiche Nebengebäude ab. Im August 1808 wurden 36 Gebäude durch Feuer zerstört. Einer der Hauptgründe für die immensen Schäden, war die viel zu enge Bebauung im Dorfkern. Nach dem 3. Brand von 1854 wurden weitere Hofstellen ausgesiedelt.
4. Kirche
Den Mittelpunkt des alten Dorfes bildet die ev. Kirche. Die heutige 1818/19 erbaute Kirche hat sich aus einer ursprünglich kleineren Kirche entwickelt. Der Kirchturm, welcher in den Jahren 1490/95 erbaut wurde, ist immer noch der gleiche geblieben. Bis 1819 war der rings um die alte Kapelle angelegte Friedhof die Begräbnisstätte der Luther.
5. Schule

                        Verwaltungsaussenstelle der Stadt Wunstorf.

Die erste ausführliche Nachricht über die Luther Schule hat Pastor Abelmann 1671 überliefert. Er spricht von einer Schulgründung im Jahre 1611. Nach dem Grossbrand von 1783 wurde unverzüglich ein neues Gebäude auf dem freien Platz vor dem jetzigen Dorfgemeinschaftshaus errichtet. Aufgrund gestiegener Schülerzahlen wurde 1887 eine Zweitschule gebaut, welche bis zum Neubau des Schulhauses 1900/1901 einen Teil der Schüler aufnahm. Seit dem Neubau der heutigen Grundschule 1958 diente das Schulhaus bis 1974 der Gemeindeverwaltung Luthe und danach als Verwaltungsaussenstelle der Stadt Wunstorf.

Die Besonderheit der Region zwischen Deister und Leine spiegelt sich auch in einem Ausspruch des Herzogs Erich I zu Calenberg wieder, welcher 1495 anlässlich einer Erbteilung den auf dem Findlingsfoto lesbaren Spruch geprägt hat:
Foto: Friedrich Heimberg
Damit umriss er die Grenzen seines Fürstentumes in groben Zügen.
Die Einwohnerzahl Luthes befindet sich in einer rasanten Aufwärtsentwicklung:
1689 - 430 Einw. 1968 - 3700 Einw. 2008 - ca. 6000 Einw.
Diese Entwicklung hängt mit Sicherheit mit der hervorragenden Infrastruktur sowie mit verschiedenartigsten Angeboten für alle Einwohnerschichten zusammem. Schul-, Sport,- Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten in Verbindung mit einer immer noch erlebenswerten Flora und Fauna machen Luthe zu einem Lebensraum, welchen man gerne als Heimat bezeichnet. 
Luthe ist ein Dorf mit Vergangenheit und Zukunft.
Zusammengestellt aus: Geschichte des Dorfes Luthe / Hermann Mußmann

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